
KlimaschutzkonzeptIm Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) werden in erheblichem Umfang Fördermittel für die Erstellung von Klimaschutzkonzepten für soziale, kulturelle und öffentliche Einrichtungen zur Verfügung gestellt, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu mindern. Förderung von 80 Prozent der Kosten durch das BundesumweltministeriumDie Stadt Enger hat einen Förderantrag zur Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes
für 13 öffentliche Gebäude mit insgesamt etwa 45.000 m2
Bruttogrundflä-che gestellt. Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit finanziell unterstützt
(Förderkennzeichen 03KS0299). Bei der Erarbeitung dieses Konzeptes wirken sowohl die Entscheidungsträger als auch die Betroffenen mit. Für dieses beschriebene Vorhaben ist der Zeitrahmen vom 1. April 2009 bis zum 30. September 2009 vorgesehen. Neben diesem Konzept ist die Einführung eines Klimaschutzmanagements
für die Liegenschaften von zentraler Bedeutung. Kernpunkt ist dabei
der Entwurf eines Organisationskonzeptes, der die Zuständigkeiten
für das Energie- und
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Gefördert durch das
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Ergebnisse des Klimaschutzkonzeptes |
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| Der vorgesehene Zeitrahmen und somit der geplante Fertigstellungstermin
des Konzep-tes zum 30. September 2009 konnten eingehalten werden.
Das beauftragte Büro e& u aus Bielefeld hat zwischenzeitlich ein umfangreiches Werk vorgelegt, das aus einer separaten Energieanalyse für jedes der 13 ausgewählten Ge-bäude, einem schriftlichen Konzept für ein Klimaschutzmanagement und einem zu-sammenfassenden Bericht besteht. Die Energieanalysen bestehen im Wesentlichen aus der Anwendung von zwei unter-schiedlichen Rechenverfahren. Im ersten Schritt wurden Rechenoperationen auf der Basis der Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgenommen. Dieses Verfahren dient da-zu, unterschiedliche Gebäude hinsichtlich ihrer technischen Qualität unabhängig von ih-rer realen Nutzung zu untersuchen. Die Grundlage bildet eine „Normnutzung“, um den Faktor des Nutzerverhaltens auszublenden, und ein „Normklima“, um Witterungsein-flüsse zu relativieren. Der Fokus liegt also darauf, den Dämmstandard und die Qualität der versorgungstechnischen Anlagen zu bestimmen. Im zweiten Schritt geht es um die Ermittlung von Einsparpotentialen. Hierbei werden in den Rechengang die reale Nut-zungsstruktur und somit die tatsächlichen Energieverbrauchsdaten sowie die Witterung integriert, letztere bereinigt um die Klimafaktoren am Standort Enger. Ziel dieses Ver-fahrens ist die möglichst konkrete Abbildung der tatsächlichen Situation, um realitäts-nahe Einsparpotentiale formulieren zu können. Für jedes untersuchte Gebäude liegt jetzt eine umfassende Beschreibung und Analyse vor, die in einer Energiebilanz mit der Identifizierung Energie sparender Maßnahmen sowie einer ökologischen und wirtschaftlichen Bewertung dieser energetischen Moderni-sierungsempfehlungen mündet. Legt man die zum Zeitpunkt des Erstellung des Konzeptes gültigen Werte der EnEV (EnEV 2007 gültig bis 30.09.2009) für den Primärenergiebedarf zugrunde, ergibt sich folgendes Ergebnis hinsichtlich der technischen Qualität der einzelnen Gebäude:
Um Einsparpotentiale zu ermitteln, ist in die weiteren Berechnungen die reale Nutzung einbezogen worden. Dies ermöglicht zudem, die Wirtschaftlichkeit einer Maßnahme zu beurteilen. Die Umsetzung aller untersuchten Einsparpotentiale würde zu einer
Minderung der Als Objekte mit der rechnerisch ermittelten höchsten Sanierungseffizienz gelten das Widukind-Gymnasium, das Übergangswohnheim sowie das Jugendzentrum. Die wirtschaftlichsten Einzelmaßnahmen, dargestellt als Kostenaufwand (€) pro einge-sparter Energiemenge (kWh), reichen über die Gesamtheit der untersuchten Gebäude betrachtet von der Installation eines Raumfühlers über die Erneuerung der Heizzentrale mit einem Blockheizkraftwerk bis hin zur Dämmung von Geschossdecken bzw. von Au-ßenwänden. Hierbei ist aber zu beachten, dass diese Empfehlungen gebäudespezifisch in Bezug auf den ökonomischen Aspekt stark variieren können. Die Dämmung der Au-ßenwand des Bauhofes erweist sich beispielsweise als lukrative Maßnahme mit einem Aufwand in Höhe von 0,67 €/kWh, während die Dämmung der Außenwände des Altbaus der Grundschule Oldinghausen/Pödinghausen mit einem ungünstigen Kostenfaktor von 6,07 €/kWh zu Buche schlägt. Als Klimaschutzmanagement gilt ein Energiemanagement, das umweltrelevante Di-mensionen, wie zum Beispiel die CO2-Emissionen, in die Betrachtung integriert. Das Klimaschutzkonzept kommt hier zu dem Ergebnis einer optimierbaren Vorgehensweise. Empfohlen wird beispielsweise eine Zusammenfassung des Verbrauchs- und Kosten-controllings in einer Verwaltungseinheit, die regelmäßige monatliche Erfassung der Ver-brauchsdaten sowie die Erstellung eines jährlichen Energieberichts. Darüber hinaus ist eine stärkere Einbindung der Hausmeister bzw. Gebäudebetreuer vorteilhaft, um durch vermehrte Schulung und verstärkten Einsatz von Messgeräten eine sensible Wahrneh-mung im Umgang mit den versorgungstechnischen Anlagen zu erreichen. Resümierend bleibt festzuhalten, dass das Klimaschutzkonzept
in der vorliegenden Form als Teilkonzept öffentlicher Gebäude
eine umfassende und systematische Aufar-beitung des energetischen Zustands
der untersuchten öffentlichen Gebäude beinhaltet. Gleichzeitig
dokumentiert es – zum Teil weitreichende und kostenintensive - Moderni-sierungsempfehlungen,
deren Umsetzung jedoch zum einen nicht ad hoc und zum an-deren in den
kommenden Jahren nur in Abhängigkeit von der kommunalen Haushalts-lage
erfolgen kann. Nicht desto trotz wird diese Ausarbeitung eine maßgebliche
Ent-scheidungsgrundlage bei der Auswahl und Festlegung zukünftiger
Sanierungsarbeiten darstellen, sodass der Klimaschutz als wesentliches
Kriterium in die Entscheidungsfin-dung einfließen kann. Darüber
hinaus haben sich die Ausführungen zum Klimaschutz-management bereits
als Impulsgeber für Bestrebungen erwiesen, das Verbrauchs- und Kostencontrolling
zu optimieren. |
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