
250 Jahre Liesbergmühle-mehr...
Als Wahrzeichen der Stadt Enger und attraktives Besucherziel gilt die in 118 m Höhe weithin sichtbare Liesberg-Mühle im südlichen Teil der Stadt. Im Jahre 1756 hat Friedrich der Große diese Windmühle als sogenannte Zwangsmühle erbauen lassen, um die Bevölkerung des umliegenden Landes mit Mehl zu versorgen. Kunde über die Errichtung geben die Zeichen "FR 1756", die über dem Türbogen eingemeißelt sind. Bei gutem Wetter konnten hier früher sieben bis acht Zentner Mehl pro Tag gemahlen werden. Die Liesbergmühle, das Motorhaus und der Fachwerkkotten bilden ein Denkmalensemble. Wegen ihres Alters, der Gründungsgeschichte und technischer Besonderheiten ist die Mühle schützenswert. Das Mortorhaus zeigt, auf welche Weise sich unsere Vorfahren von der Abhängigkeit vom Wind als Energielieferant befreit haben, lange bevor es das öffentliche Stromnetz gab. Im Kotten schließlich wohnte der Mühlenknecht; Wagen und Geräte waren hier untergebracht. Er wurde 1837 versetzt. Gemeinsam sind die Gebäude Sachzeugen für die Geschichte der Menschen, speziell für die Wirtschafts-, Sozial- und Technikgeschichte. Die Mühle ist seit 1960 nicht mehr in Betrieb, enthält aber noch funktionsgerechte Mahlwerke mit großen, hölzernen Zahnrädern. An der Mühle wurden 1858 und 1969 Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Die Fachwerknebengebäude wurden in den Jahren 1990/91 renoviert und der öffentlichen Nutzung zugeführt. Ein wichtiges Datum
ist auch der 20. November 2000. Hier wurde die neue Beleuchtungsanlage
für die Liesbergmühle offiziell eingeweiht. Mit einer Leistung
von insgesamt 6000 Watt verteilt auf 3 Strahler ist nun das Wahrzeichen
in den Wintermonaten auch bei Dunkelheit weithin sichtbar. Ím November
2001 begann die jüngste große Sanierung an der Liesbergmühle.
Der Mühlenstumpf wurde saniert, um ihn vor eindringender Feuchtigkeit
zu schützen, der Mühlenkopf wurde neu verschindelt und erhielt
eine neue Windrose und zum Teil einen neuen Umgang. Der Windrosenblock
war morsch und wurde erstetzt. Bremse, Blitzschutz und Kappenboden
wurden instandgesetzt. Morsche Balken im Innern der Mühle wurden
abgefangen und erhielten neue Endstücke. Zum Abschluss wurden
noch die Flügel ausgetauscht und mit Stahlruten ausgestattet.
Das Denkmal steht im Eigentum der Stadt Enger. Seit 1990 betreuen die Naturfreunde die Mühle und führen Reparaturen selbst aus. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Erhalt des Baudenkmals. Erst ihr Einsatz macht die Nutzung des Gebäudes in der gegenwärtigen Form möglich. |
Wahrzeichen der Stadt Enger: als romantische Kulisse für den Ehebund
1990/91 renoviert
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Geburtstagsparty für die Liesbergmühle am 2. u. 3. September 2006Engers Wahrzeichen feierte den 250. Geburtstag "So etwas hat es seit der 1000 Jahrfeier in Enger nicht mehr gegeben"! Kommentar vieler Besucher. Die Presse: "Die Mühlenparty lockt Tausende auf den Berg", "Volksfest an der Liesbermühle" Aus dem gesamten Kreisgebiet waren die Besucher nach Enger gekommen, um gemeinsam ein überwältigendes Fest zu feiern. Glanzpunkt war die lange Kaffeetafel am Samstag. Mehr als 30 Vereine und Gruppen hatten sich daran beteiligt. An zwei parallel aufgebauten Tischreihen konnten 600 Personen Platz nehmen und leckere Torten und Kuchen verzehren. Viel Mühe und tolle Ideen hatten die vielen Aktiven bei der Dekoration ihrer Tische und Stände. So fiel es der Jury auch nicht leicht die schönste Kaffeetafel zu premieren. Die Wahl viel auf die OGS-Betreuungsgruppe der Grundschule Steinbeck/Besenkamp. Weitere Attraktionen wie Volkstanz, Mitmach-Aktionen, Stepp- u. Bauchtanz, Kindertheater, Drachenbauwerkstatt, Filmvorführungen, Offenens Singen und Vieles mehr, machten das Fest zu einem Erlebnis. Das Highlight fand dann bei einbrechender Dunkelheit statt. Die farbige Illumination der kompletten Mühle, dazu stimmungsvoller Live-Musik mit einer Lesung aus "Don Quichote" , einige Stelzentänzer und ein Reigen aller Gäste um die Mühle waren der krönende Abschluss für diesen Abend. Wenn auch am Sonntag das Wetter nicht mitgespielt hat, so wurden auch an diesem Tag die Verantalter mit einer großen Besucherschar belohnt.
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Sonnenuntergang
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