Widukindstadt Enger

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Sehenswertes/Stiftskirche

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Stiftskirche

Stiftskirche mit Kirchenrundling

copyright Stadt Enger

Turm der Kirche
Grabplatte
Flügelaltar

 

 

 

 

 

 


Die historische Stiftskirche, die mit ihren ältesten Bauabschnitten auf das frühe 9. Jahrhundert zu datieren ist, wurde in den Jahren 1970-1973 völlig renoviert. Umfangreiche archäologische Grabungen im Kirchenbereich ließen mehrere an dieser Stelle vorausgegangene Kirchengründungen erkennen; die älteste wurde um 800, also zu Lebzeiten Widukinds vollzogen.
Seit dem 10. Jh. galt der sächsische Adelige als ihr Gründer, und seit dem 12. Jh. glaubt man, hier auch sein Grab zu besitzen.
Bei den Grabungen im Chor der Kirche fand man an zentraler Stelle drei Gräber, bei denen es sich um drei miteinander verwandte Männer, wahrscheinlich eine Stifterfamilie, handelte. Sie wurden etwa um das Jahr 800 beigesetzt, so dass es bei dem zentralen Grab in der Mitte sich vielleicht tatsächlich um die Grablege Widukinds handeln könnte.

Am 6. Januar wird unter großer Beteiligung der Bevölkerung jedes Jahr das "Timpkenfest" gefeiert. Dabei wird am vermeintlichem Todestag Widukinds seine Beisetzung in symbolischer Weise wiederholt.

Öffnungszeiten: 
dienstags bis freitags

9.30 - 17.00 Uhr
14.00 - 16.00 Uhr

samstags

9.30 - 12.00 Uhr

sonntags

 9:30 - 17.00 Uhr

Die Stiftskirche
(St. Dionysius)



 Die Stiftskirche entstand in mehreren Phasen von 12. bis 14. Jahrhundert

Stiftskirche

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Den Besucher beeindruckt, dass der Turm der Kirche besonders errichtet wurde. Nach der Sage führt diese Eigentümlichkeit auf einen von Widukind angeregten Wettstreit zurück. Er wollte dort begraben werden, wo man in kürzester Zeit eine Kirche baute. Die Kirche in Enger konnte vor denen in Bünde, Melle und Rehme fertiggestellt werden, jedoch zunächst ohne Turm, den man nachher neben der Kirche errichtete.


Vor 947 gründete die Widuind-Nachfahrin Mathilde, die zweite Frau Heinrich I. auf ihrem Erbgut in Enger ein Kollegiatstift für weltliche Kanoniker, das mit erheblichen Besitz ausgestattet war. Dieses Stift zog im Jahre 1414 aus Sicherheitsgründen ins befestigte Herford. Von der einstigen Bedeutung und dem Reichtum des Stiftes zeigen noch die Reste des ehemaligen Kirchenschatzes, der heute im Kunstgewerbemuseum in Berlin zu sehen ist. Von den Gebäuden, die einst zum Stift gehörten, ist heute nichts mehr vorhanden. Jedoch bestimmt die Lage der Häuser um die Kirche (Kirchenrundling) auch die Bebauung in späterer Zeit und somit die Topografie des heutigen Ortskerns.


Der Turm der Stiftskirche

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Das Ziel vieler Besucher der Widukindstadt ist das Grabmal des Sachsenherzogs in der Kirche, eines der frühesten großplastischen Werke in Deutschland aus der Zeit um 1100 und das älteste Zeugnis dieser Tradition in Enger. Der Sarkophag trägt eine wertvolle Reliefplatte mit der Gestalt Widukinds fast in Lebensgröße. Im hölzernen Schrein unmittelbar am Grabmal befinden sich noch heute die Gebeine, von denen man Jahrhunderte glaubte, es seien diejenigen Widukinds. Erst in den 1970er Jahren stellte sich einwandfrei heraus, dass es sich dabei um die einer jungen Frau handelt.

Die Grabplatte

Grabplatte

ist ein wichtiges Werk der romanischen Bildhauerkunst um 1100

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Als besondere Kostbarkeit der Kirche gilt der Schnitzaltar des Meisters Hinrick Stavoer aus dem Jahre 1525: in einem großen und zwölf kleinen Feldern wird die Leidensgeschichte Christi in überaus plastischen Bildern wiedergegeben. Dazu werden in der Predella die zwölf Apostel gezeigt. Gleich hinter dem Altart findet sich das Grabmal des Sachsenherzogs Widukind.

Aufnahme des Altars mit Grabmal (66 KB)


Den gotischen Flügelaltar

Flügelaltar

mit Reliefs zur Passion Christi schuf Hinrick Stavoer (1525)
Namhafte Chöre und Solisten schätzen die hervorragende Akustik dieses Kirchenraumes.

 

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