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Gemeinsam Flagge zeigen »Frei leben - Nein zu Gewalt an Frauen und Kindern« | 16. 11. 2020


Gleichstellungsbeauftragte Ulrike Harder-Möller hält die Fahne mit der Aufschrift 'frei leben' Gemeinsam haben die Gleichstellungsbeauftragten aus Enger und Spenge, sowie die Opferschutzbeauftragte der Kreispolizeibehörde heute vor dem Rathaus in Enger die Fahne gehisst, die vom 16.11. bis einschließlich 30.11.2020 vor den Rathäusern Enger und Spenge und im gesamten Kreis Herford wehen wird. „Damit wollen wir ein sichtbares Zeichen setzen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“, so die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Enger Ulrike Harder-Möller. Darüber hinaus wollen wir aber auch den betroffenen Mädchen und Frauen zeigen: „Ihr seid nicht alleine, gemeinsam setzen wir uns für ein freies und selbstbestimmtes Leben ein!“

Seit 1999 ist der 25. November als Internationaler Gedenktag gegen Gewalt an Frauen und Kindern von den Vereinten Nationen anerkannt. Inzwischen liegt die internationale Beteiligung bei über 800 Organisationen und rund 90 verschiedenen Ländern. TERRE DES FEMMES sieht sich als Teil dieser Bewegung und hat für Deutschland eine Fahnenaktion entwickelt. Diese wurde 2001 erstmals bundesweit von zahlreichen Frauenbeauftragten und vielen anderen Verbänden aufgegriffen und mit getragen. Seitdem beteiligt sich auch die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Herford an diesem Gedenktag.

Das sind die Fakten:
  • in Deutschland wird alle 2,5 Tage eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet,
  • jede 3. Frau hat schon mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt erlebt
  • jährlich müssen etwa 40.000 Frauen und Kinder vor der Gewalt ihres Partners in ein Frauenhaus flüchten!
Gewalt an Frauen und Mädchen ist immer noch alltäglich. Im Kreis Herford gibt es jährlich rund 300 Polizeieinsätze wegen Häuslicher Gewalt. Die Dunkelziffer ist allerdings viel höher. Dabei ist die Häusliche Gewalt nur eine Facette der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Daneben gibt es noch andere Formen der geschlechtsspezifischen Gewalt, auf die mit der Fahnenaktion aufmerksam gemacht wird:
  • Prostitution und Menschenhandel
  • Digitale Gewalt
  • Gewalt mit kulturellen Hintergründen wie „Ehrenmorde“, Zwangsheirat und Frühehen
  • Sexualisierte Gewalt und Sexismus
  • Genitalverstümmelung

TERRE DES FEMMES setzt in diesem Jahr den Schwerpunkt auf das Thema #meinherzgehörtmir– Gegen Zwangsverheiratung und Frühehen! Zwangsverheiratung und Frühehen sind ein internationales Problem, welches zumeist Mädchen und junge Frauen betrifft. Jährlich werden nach offiziellen Angaben von UNICEF weltweit 12 Millionen Mädchen unter 18 Jahren verheiratet, viele sind noch nicht einmal 16 Jahre alt. Insgesamt kann von derzeit 650 Millionen Frauen ausgegangen werden, die unter 18 Jahren verheiratet wurden. Die Folgen von Frühehen sind vielfältig: häusliche und sexualisierte Gewalt, gesundheitsgefährdende Teenagerschwangerschaften sowie massive soziale und ökonomische Abhängigkeit.

Wie jedes Jahr hat die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsstellen im Kreis Herford rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt ein Veranstaltungsprogramm zusammengestellt. Leider mussten in diesem Jahr aufgrund des erneuten Lock Downs (fast) alle Veranstaltungen abgesagt werden.
Lediglich der Fachtag zum Thema „Femizide und Hochrisikofälle in der Praxis“, veranstaltet vom Fachforum gegen häusliche Gewalt, findet als Online-Angebot statt.
Die in den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke geplante Brötchentütenaktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ durch die AGs der Gleichstellungsbeauftragten aus beiden Kreisen, den Soroptimistinnen Lübbecker Land und Bad Oeynhausen/ Wittekindsland und dem Fachforum gegen häusliche Gewalt wird ebenfalls durchgeführt. Damit wird auf das Thema der häuslichen Gewalt aufmerksam gemacht und gleichzeitig das bundesweite Hilfetelefon gegen Gewalt an Frauen bekannt gemacht.
Für Fragen und Unterstützung steht die Gleichstellungsbeauftragte gerne zur Verfügung:

 

Ulrike Harder-Möller
Gleichstellungsbeauftragte

Telefon:
05224 9800-40

Telefax:
05224 9800-66

Raum:
1.40 1.OG.

E-Mail:

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