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Ein Apfelbäumchen für den Frieden | 11. 10. 2021


Bürgermeister Thomas Meyer und AMJ-Vertreter Rafique Khawaja sorgen für den festen Stand des jungen Apfelbäumchens.

Das Pflanzen eines Apfelbäumchens als Sinnbild der Hoffnung ist uns bekannt. Um so schöner, dass dieser symbolische Akt jetzt auch als ein Zeichen für das friedliche Miteinander der Religionen gewählt wurde.

 

Angeregt wurde die Aktion von der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde (AMJ), die bundesweit zu solchen Baumpflanzungen aufruft, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen.

Die Ahmadiyya-Gemeinde versteht sich als islamische Reformbewegung, die sich mit ihrem Einsatz für karitative Zwecke als einen Gegenentwurf zur radikalen Auslegung des Islam versteht. Für die Baumpflanzaktion in Enger war Herr Rafique Khawaya, Leiter der sozialen Dienste der AMJ, eigens aus Frankfurt angereist.

 

Zum Abschluss der Pflanzaktion versammeln sich die Mitglieder der AMJ-Gemeinde, Vertreter*innen der Stadt Enger und Ehrenamtler des Hauses der Kulturen zum Gruppenbild.

So kamen am vergangenen Dienstag, dem 05.10., zahlreiche Mitglieder der Gemeinde mit Bürgermeister Thomas Meyer, Kordula Schimke vom Haus der Kulturen – HdK und verschiedenen HdK-Ehrenamtlern am städtischen Übergangsheim in der Niedermühlenstraße zusammen, um einen kleinen Apfelbaum pflanzen.

Unter dem Motto der Ahmadiyya-Gemeinde „Liebe für alle – Hass für keinen“ griffen Bürgermeister Meyer und Rafique Khawaja zum Spaten und sorgten dafür, dass das kleine Friedenssymbol an seinem neuen Standort Wurzeln schlagen kann.

 

Der Anstoß für die Pflanzaktion kam übrigens von der Herrenrunde der AMJ. Deren Vorsitzender für diese Region, Herr Mahmoud Shahid, war an die Stadt Enger mit diesem Vorschlag herangetreten und fand damit Gehör. Allerdings dauerte es wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie eine Zeit, bis es zur Umsetzung der Idee kommen konnte. Allerdings war dadurch auch genug Zeit, einen guten Standort für das Bäumchen zu bestimmen. Mit der kleinen Feier am Dienstag reiht sich Enger nun ein in die Gruppe von inzwischen mehr als 800 Städten und Gemeinden, darunter auch Herford und Spenge, in denen ein solches „Friedensbäumchen“ steht.

 

Für Kordula Schimke, Leiterin des Hauses der Kulturen in Enger, bringt diese schöne Geste in mehrfacher Hinsicht einen Nutzen. Viele der hier wohnenden Menschen mit Migrationshintergrund gehören auch zu den Nutzer*innen der Angebote im HdK, daher kennt Kordula Schimke deren meist bescheidenen Wünsche. Ihr ist es ein Anliegen, diesen Menschen, von denen durch Flucht ihre Heimat verloren haben, eine neue Perspektive und auch ein schönes Zuhause zu schaffen. So soll das Bäumchen der Anfang einer Aufwertung der Außenbereich des Übergangsheimes sein. Die Pflanzung weiterer Obstbäume, die Errichtung eines Hochbeetes und eines Sandkastens für die Kinder werden folgen.

 
 
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