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Sprachkurs im Haus der Kulturen | 10. 06. 2022


Stippvisite beim Deutschkurs für Ukrainer*innen im HdK von links nach rechts, stehend: Bürgermeister Thomas Meyer, Heinz-Hermann Welscher (Fa. Betron), Kursleiterin Alena Lanert und Integrationskoordinatorin Kordula Schimke
Seit vor gut 100 Tagen der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine begann, haben fast 140 Menschen von dort in Enger Zuflucht gefunden. „Zunächst ging es natürlich um so grundlegende Bedürfnisse wie Nahrung, Kleidung, Unterkunft“, so Bürgermeister Thomas Meyer, „aber danach mussten wir uns überlegen, welche Maßnahmen erforderlich wären, um eine Integration dieser Menschen in unsere Stadt zu ermöglichen.“ Zugleich gab es ein spontanes Hilfsangebot der Firma Betron, die mit ihren Betriebssparten Control Systems und Electronic Systems in Enger ansässig ist. Heinz-Hermann Welscher, Mitglied der Geschäftsleitung, erläutert: „In Gesprächen mit der Stadt kamen wir zu dem Ergebnis, dass großer Bedarf an einem Sprachkurs bestand.“ Bürgermeister Meyer ergänzt: „Die Bereitschaft zur Finanzierung eines kompletten Sprachlehrangebots ist schon ein besonderer Schritt, für den ich von Herzen ‚Danke‘ sagen möchte. Dieses Engagement der Firma Betron ist etwas Besonderes und nicht selbstverständlich.“

Seit Mitte Mai und noch bis zu den Sommerferien läuft nun besagter Kurs im Haus der Kulturen mit zweimal wöchentlich drei Unterrichtsstunden. Er ist für maximal 20 Teilnehmer*innen ausgelegt, so dass unter den zahlreichen Interessierten schon eine Vorauswahl getroffen werden musste. Als Kursleiterin konnte Kordula Schimke, Integrationskoordinatorin der Stadt Enger, über ihre Kontakte zur Uni Bielefeld Frau Alena Lanert gewinnen. Da der Sprachkurs gewissermaßen in Eigeninitiative entstanden ist, schließt er leider nicht mit einem offiziellen Zertifikat ab, bietet aber durch die erworbenen Kenntnisse die Chance auf direkten Einstieg in weiterführende Lernangebote.
Heinz-Hermann Welscher betont noch einmal: „Die soziale Integration der Menschen aus der Ukraine ist eine wichtige Aufgabe, und ein wesentlicher Teil davon ist das Erlernen der deutschen Sprache in ihren Grundzügen. Mit der Möglichkeit zur Verständigung ergeben sich viele weitere Chancen.“ Und er ergänzt: „Vielleicht ist unser Engagement ja ein Vorbild für andere, die Stadt ebenfalls in ihren Bemühungen zur Integration der Geflüchteten zu unterstützen.“

 
 
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