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"Die große Nein-Tonne" | 07. 05. 2019


v.l.: Karl-Hermann Hobel (Lions Club Enger/Spenge, Vizepräsident), Susanne Möllering (Kita Traumland),
Andreas Schimke (Lions Club Enger/Spenge, Präsident), Stefanie Nolte und Vincent Castor (Theaterpädagogische 
Werkstatt Osnabrück), Thomas Meyer (Bürgermeister Stadt Enger), Alexander Eichwald (Praktikant in der Gleichstellungsstelle
Stadt Enger), Ulrike Harder-Möller (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Enger), Ulrike Samland (Kita Bünder Str.), Stephanie
Lange (Kita Westerenger), Inger-Britt Buchholz (Kita Falkenhorst) Auch viele Erwachsene haben früher, als sie noch klein waren, diese Erfahrung gemacht: Gefühle und Ängste von Kindern werden oft nicht ernst genommen. So fremdbestimmt zu werden, ist kein gutes Gefühl. Denn auch Kinder können bereits beurteilen, wann ihre persönlichen Grenzen überschritten werden.

Aus diesem Grund bietet die Gleichstellungsstelle der Stadt Enger in Zusammenarbeit mit der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück und den neun Kindertagesstätten seit 2010 das Projekt „Die große Nein-Tonne“ an.

Wie funktioniert "Die große Nein-Tonne"?
Das Projekt richtet sich an Mädchen und Jungen im letzten Kindergartenjahr. Sie sollen darin bestärkt werden, ihre Gefühle und Ängste klar darzulegen, wenn sie die Erfahrung einer Grenzüberschreitung durch Andere machen.

„Die große Nein-Tonne“ ist ein Zwei-Personen-Theaterstück, das ganz im altersgerechten Rahmen gehalten ist. Es werden Situationen aufgegriffen, die viele der kleinen Zuschauer/innen vielleicht schon einmal selbst miterlebt haben, sich aber ansonsten auch gut vorstellen können.
Die Kinder können sich nach einzelnen Rollenspielen aktiv einbringen und entscheiden, ob die eben gezeigten Handlungen der jeweiligen Situation richtig oder falsch waren.
Sie lernen so spielerisch zwei Arten von Gefühlen kennen, positive und negative. Die negativen sogenannten „Nein-Gefühle“ kommen schließlich in die Tonne.
Außerdem lernen die Kinder laut und deutlich „Nein“ zu sagen, wenn jemand ihre persönlichen Grenzen überschreitet.

Wann findet das Projekt statt?
Das Projekt wird in der Regel im letzten Halbjahr des Kindergartenbesuchs, also wenige Monate vor der Einschulung, veranstaltet.
In diesem Jahr nehmen am 8. Mai wieder mal 191 Kindergartenkinder aus 9 Kitas aus Enger teil. Sie haben die Gelegenheit in jeweils 4 Gruppen sich mit den guten und den schlechten Gefühlen zu beschäftigen.
Die Koordination übernimmt dabei die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Enger Ulrike Harder-Möller.

Was ist das Ziel?
Ziel des Projekts ist es, dass die Kinder lernen, ihre Empfindungen wahrzunehmen, zu verstehen und zu verteidigen.
Nicht zuletzt deshalb bereitet „Die große Nein-Tonne“ Kinder auch auf das Thema Sexuelle Gewalt vor, welches ebenfalls von der Theaterwerkstatt in dem Projekt „Mein Körper gehört mir“ mit Dritt- und Viertklässlern vertieft wird.

Wer finanziert das Projekt?
Seit 2010 unterstützt die Gesellschaft der Freunde der Lions Enger/Spenge e.V. mit ihrer Spende das Projekt und trägt somit erheblich dazu bei, dass seit dem jedes Kita-Kind in Enger gestärkt und selbstbewusst ins Leben gehen kann.

 
 
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